Wettbewerbsgewinn
1. Preis und Beauftragung Lph1-9
Neubau Grundschule Stendal mit Mensa, Bibliothek und Aula
Ort: Stendal/ Sachsen- Anhalt
Bauherr: Große Kreisstadt
Kosten: KG 100-700 ca. 7,4Mio€
Leistungsumfang: LPH 1 - 9 HOAI
NF: 1800 m²
Leistungszeitraum: 2018 -2022
mit TragWerk Ingenieure D+P GmbH
LTHX Architekten GmbH
und RSP Freiraum GmbH
als ARGE BAUATELIER LTHX
Wettbewerbsgewinn 2018
Fertigstellung August 2022
Zweigeschossiger Schulneubau mit Klinkerfassade
unter Verwendung von Fördermitteln
Das Gebäude in der Haferbreite ist der 1. Grundschulneubau der öffentlichen Hand nach der Wiedervereinigung. Das Gebäude ist für 150 Schulkinder mit 120 Hortplätzen konzipiert und lässt flexibel bauliche Erweiterungen zu. Es handelt sich um einen 2geschossigen Ersatzneubau, welcher sich harmonisch in den Straßenverlauf eingeliedert und die Flucht der straßenbegleitenden Nachbargebäude übernimmt.
Ressourcenschonend entsteht kein Sporthallenneubau, sondern die denkmalgeschützte daneben- stehende Halle sowie ihre Sportanlagen werden am Standort aufgewertet. Die Synergien von Schule und Sporthalle werden durch einen gemeinsamen Parkplatz und zentrale Beheizung durch objektspezifischen BHKW- Einsatz genutzt. Der ökologische Entwurf wurde geprägt durch die energieoptimierte Gebäudestruktur unter Verwendung nachhaltiger Materialien. Diese kommen in zeitgemäßer Bauweise mit geringen Folgekosten zum Einsatz.
Die an der Schule verbauten Farben und Materialien spiegeln die am Ort vorhandenen wider und tragen diese im Inneren fort. Die Fassaden sind geprägt von einem warmroten Klinkerstein in Kombination mit metallischen Fensterverkleidungen u. einem textilen Sonnenschutz vor großzügigen Verglasungen. Im Innern harmoniert das Tageslicht mit ruhigen Tönen in Beige sowie Orange und Dunkelrot.
Die Schule bietet durch ihren Vorplatz und die Aula die Möglichkeit zum kulturellen Ort sowie als integraler Teil der Stadt verstanden zu werden. Die Aula ist Mensa zugleich und kann durch breitere Türen dem Foyer zugeschaltet u. zum Vorplatz geöffnet werden. Ein auskragendes, stützenfreies Sichtbetondach schützt den vollverglasten Eingang, der in ein lichtdurchflutetes haushohes Atrium führt.
Das Raumkonzept wurde mit den Pädagogen erarbeitet. Jeweils zwei Klassenräume verfügen über einen gemeinsamen Garderoben- und einen zwischengeschalteten Verbindungsraum. So sind flexible Unterrichtsgestaltung mit Gruppenarbeit oder gesondertem Förderunterricht möglich. Die Klassenräume liegen auf der Ostseite, was eine optimale natürliche Belichtung ermöglicht. Die Horträume nutzen die Nachmittagssonne mit Blick ins Freigelände. Offene freie Lernlandschaften sind ebenso möglich, wie konzentriertes frontales Arbeiten. Als Begegnungsräume dienen auch die Flure, deren Aufweitungen und Dachoberlichter die Orientierung begünstigen.